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Protokoll comp@ss meets school vom 26.04.2005

Aus Comp@ss-Wiki

Protokoll comp@ss meets school vom 26.04.2005


comp@ss meets school Datum: 26.04.2005 Zeit: 9.00 – 17.00Uhr Ort: Medienkompetenzzentrum meredo Senftenberger Ring 53 – 69 13435 Berlin


Protokoll zum Workshop I: comp@ss- Szenarien

Leitung: Ingrid Maire (Together e.V.), Martin Miethner (meredo) Teilnehmer: 17, davon Kita:2, Lehrer: 5, Hort: 2, Freizeiteinrichtungen: 5, Vereine: 3 Protokoll: Margit Guse (Together e.V.)


1. Vorstellung der Teilnehmer/innen und gemeinsamer Online-Test des Net-Comp@ss

2. M. Miethner: Bericht „Junior- und Net-Comp@ss in einer Jugendfreizeiteinrichtung“

3. I. Maire: Erfahrungen mit comp@ss-Kursen in Schulen:  Vorstellen der Idee „Mausklick“ für Vorschulkinder und Erstklässler  Integration behinderter Kinder erfolgreich bei comp@ss-Spezial im FEZ (Flash-Kurs)  in 2 Grundschulen durch Together-Mitarbeiter (B. Meyer) Junior- und Net-Comp@ss unterrichtet und Zertifikate ausgeteilt

4. Diskussion zum Thema:

  • Kann der comp@ass aus den Jugendeinrichtungen 1:1 in die Schulen übertragen werden? Wie „verschult“ sollte der comp@ss-Kurs sein?
  • Schule ist die direkte Zielgruppe für den comp@ss: durch die stärkere Einbindung der Medienkompetenz in die Rahmenlehrpläne bieten sich die comp@ss-Kurse inhaltlich und methodisch geradezu als Wissensvermittlung in der Schule an.
  • Entwicklung der Medienkompetenz muß schon in Kitas ansetzen – dafür wäre „Mausklick“ ideal – Lesekompetenz ist nicht erforderlich, aber Sprachkompetenz sollte vorhanden sein
  • comp@ss-4U: medienpädagogische Projekte, die in Eigenverantwortung der Jugendlichen ihre Weiterqualifizierung fördern, und besonders wichtig sind z.B. für.die Zukunftschancen von Lernverweigerern (Bewerbungsunterlagen)
  • Net-comp@ss: Überlegungen, die Homepagegestaltung aus dem Kursteil rauszunehmen und nur das Grundgerüst einer Homepage ohne HTML-Tags zu erläutern
  • Schule ist der geeignete Ort, um alle Kinder zu erreichen und sie über die Gefahren des Internet aufzuklären, über die Gesetzesgrundlagen und Perspektiven bei illegalen Aktivitäten – was ist legal, was ist illegal
  • Lehrer: Einsatz des PC im Fachunterricht der 3.Klasse setzt den Wissenserwerb im Umgang mit Computern ab der 1.Klasse voraus – dafür deckt der Junior-comp@ss die notwendigen Themen ab
  • Hort: durch die Eingliederung des Hortes in die Schulen werden bei den Hortnerinnen Kapazitäten freigesetzt und im Zuge der neuen Berufsfindung könnten sie auch Wissensvermittlung durch comp@ss-Schulungen übernehmen
  • Thema „Prüfung des Wissensstandes der Kinder“: comp@ss-Kärtchen soll es nicht für Anwesenheit geben, sondern nur für Können. In den Jugend- und Freizeiteinrichtungen (Abk. JFE) gibt es keine schriftlichen Prüfungen, sondern das Wissen wird durch Abfragen/Zeigen getestet. Dadurch entsteht kein Prüfungsdruck und man umgeht das Problem der fehlenden Lese- und Schreibkompetenz bei vielen Kindern. In der Schule wird es vielleicht eine Benotung des Computerführerscheins geben, da es Inhalt des Regelunterrichts sein wird.
  • Computerführerschein in der Schule: wenn die Schulen die comp@ss-Kurse übernehmen, steht diese Thematik in den JFE nicht mehr. Der Inhalt und Umfang der Kurse in den Schulen ist gleich wie in den JFE, nur die Art der Wissensvermittlung ist reglementierter.


  • comp@ss ist die Schnittmenge/-stelle zwischen Kita, Schule und Freizeit
  • Wichtig ist es jetzt, ein gemeinsames Ziel zu fixieren und dabei auch unbequeme Wege zu gehen. Die JFE geben etwas ab, die comp@ss-Kurse gehen als Basisvermittlung in die Schulen über, damit wird das geschützte Label „comp@ss“ weitergetragen. Es muß ein Gebilde entstehen, was gut für die Kinder ist und was im Plenum entschieden werden muß.
  • Gleichzeitig erhalten die JFE aber auch die Chance, weiterführende Kurse anzubieten, da die Grundlagen bei den Kindern durch Schule schon gelegt werden.

5. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der comp@ss-Kurse in den JFE und den Schulen:

  • JFE haben Probleme, ihre Zielgruppen zu erreichen
  • Teilnahme während der Freizeit ist freiwillig, Kinder sind „keine Schutzbefohlenen für 45 Minuten“
  • Technische Ausrüstung ist bekannt, Hard- und Softwareprobleme sind leichter zu beheben
  • es gibt offene Kurse für Kinder von 7 – 14 Jahren, gemeinsames Lernen über Altersgrenzen hinweg ist eine wichtige Sache für die Freizeit
  • Vorsagen und Abschreiben ist eine Form der Wissensvermittlung
  • Kinder, die keine Lust mehr haben, können nach Hause gehen, aussetzen und später den Kurs weitermachen
  • Keinen schriftlichen abschließenden Test, keinen Prüfungsdruck, sonst steigen viele Kinder gleich aus
  • Zeit ist nicht so strukturiert wie in der Schule, es lassen sich leichter Alternativen suchen und anbieten
  • Schule ist die direkte Zielgruppe für den comp@ss
  • Wissensvermittlung erfolgt in Gruppen, die sich kennen und mit gleicher Alterstruktur
  • Ausstattung der Computerräume mit Hard- und Software ist den comp@ss-Dozenten nicht bekannt, die Funktionsfähigkeit nicht abgesichert
  • Kooperationsverträge müssen im Vorfeld zwischen der Schule und dem Kursgeber abgeschlossen werden
  • Finanzierung der Leistungserbringung muß geklärt werden
  • Aufsichtspflicht und Kompetenzen des Kursgebers müssen geregelt sein
  • Didaktisches Konzept und Methodenvielfalt ist anders als in JFE
  • Klassenstärke in den Schulen (24 – 27 Kinder) kann ein Problem sein


Wichtige noch zu diskutierende Komponenten: - Zielorientierung - Ressourcenverteilung - Anspruch - Qualität



Konsens des Workshop I:

comp@ss ist ein Label, das in der Schule die Grundlagen legen kann und Basiswissen vermittelt. Die Jugend- und Freizeiteinrichtungen fördern die Medienkompetenz, indem weiterführende Wissensvermittlung und -anwendung angeboten wird.