Protokoll comp@ss-Plenum 28.01.2005
Protokoll comp@ss-Plenum 28.01.2005
Protokoll zum comp@ss-Plenum am 28. Januar 2005, 10-13 Uhr
0) Übersicht über Beschlüsse und Ergebnisse der letzten Plenen:
Anbieter: Es gibt jetzt 80 comp@ss-Anbieter.
IFA: Vom 2.-7. September 2005 findet die IFA statt. Es wird wieder einen Young Media Park
geben. Ob comp@ss sich beteiligen kann, hängt davon ab, ob genügend Mitarbeiter gefunden
werden. Bitte JETZT schon alle Kapazitäten melden, die eure Einrichtungen beisteuern
können, damit bis zum 18.02. Klarheit herrscht, ob comp@ss wieder die Teilnahme auf
die Beine stellen kann.
Fachtag 2005: Favorisiert wird ein Fachtag, der zweierlei anbietet: Vormittags werden bereits
tätige Anbieter, Berater und DozentInnen versammelt, um an einem Curriculum und einer
DozentInnen-Datenbank zu arbeiten. Nachmittags werden alle neuen Interessierten dazu
eingeladen, neue Anbieter, Schulen, die Öffentlichkeit. Offen blieb, wer sich in der Vorbereitung
engagieren könnte. Wer nimmt an einer Fachtag AG teil? Wer beruft sie ein?
Website: Erneute Bitte an alle Einrichtung, einzutragen, ob sie behindertengerecht sind ->www.compass-berlin.de in der Detailübersicht aller Anbieter das entsprechende Kästchen anklicken. Außerdem werden alle Einrichtungen gebeten, ihr eigenes Profil auf den neusten Stand zu bringen.
Unter www.compass-berlin.de steht unter downloads (Sonstiges) eine aktualisierte und verkürzte Powerpoint-Präsentation, mit der für comp@ss geworben werden kann.
Ein Wiki wird eingerichtet und ausgetestet. Das Wiki wird testweise zu mehreren Themen moderiert. Es soll allen Anbietern und Beratern ein Forum bieten, kommentierte Tutorials und Erfahrungsberichte/ best practise sollen einfließen. (s. auch Arbeitshilfen) Unter www.meredo.de steht eine Protokoll-Sammlung, wie ein comp@ss-Kurs gelaufen ist. Auch solche Erfahrungen sollen in die Wkis einfließen.
Arbeitshilfen: Das Plenum stellt fest, dass es einen großen Unterschied gibt, ob im offenen Betrieb oder in Schulen comp@ss-Inhalte vermittelt werden. Im Prinzip braucht das Plenum für DozentInnen zwei unterschiedliche Arbeitshilfen, für offene Jugendarbeit und für Schulen, möglicherweise extra für Kitas und für comp@ss-Plus. Das vom Plenum beschlossene und inzwischen eingerichtete Wiki soll nun zu verschiedenen Modulen ausgetestet werden. Im nächsten Plenum werden diese ersten Erfahrungen ausgewertet. Im Idealfall können in Wikis Arbeitshilfen und bewährte Materialsammlungen entstehen.
Finanzierung: Insbesondere die Schulung von DozentInnen ist jetzt eine Priorität. Dazu werden
etliche potenzielle Partner angesprochen, das Landesjugendamt, Landesschulamt, LISUM,
Bildungsträger. Zusätzlich sollen Mittel beim Medienfond des Kinderhilfswerks beantragt
werden.
Aktuelle Herausforderung Schulbücher und Junior-comp@ss: Der comp@ss-„Virus“ hat die Schulen erreicht. In den neuen Schulbüchern für die Klassen 1-6 stehen 12 Seiten zu Medien und Computer, die fast identisch sind zum Junior-comp@ss. Die Nachfrage nach comp@ss steigt dadurch. Kann comp@ss sich als zertifizierter Bildungsstandard in Berlin etablieren, oder werden andere Anbieter diese Lücke füllen?
1) Selbstvorstellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
• Frauke Boetcher, Jugendförderung Neukölln
• Bernd Dörr, Haus der Jugend Charlottenburg „Zille interaktiv“
• Hulya Dursun, Szenenwechsel
• Andreas Einberger, JF-Neukölln
• Frank Göldner, meredo.de
• Rolf Gohr, JC Schloß19
• Gunnar Grisl, Jugendaufbauwerk
• Erwin Groschin, Together e.V.
• Tobias Falke M2B e.V.
• Eva Lischke, Jugendförderung Neukölln
• Ingrid Maire, Together e.V. (Mediencafé)
• Florian Mannchen, Projektleiter comp@ss
• Murat Kuraý, Kinderclub Gropiusstadt
• Florian Napierala, AK Medienpädagogik Internettz
• Jörg Oeder, HdJ Anne Frank
• Niels Petring, LJR Berlin
• Matthias Rebel, MEZEN update
• Bernhard Meyer, Together e.V./ FEZ
• Robert Westenkirchner, Linkmatrix und Kifrie
Entschuldigt:
• Ilka Götz, Comenius/ BITS21
• Markus Hacker, Neuköllner Netzwerk Berufshilfe
• Karin Rother, Kinder von nebenan e.V.
2) Finanzierung
comp@ss hat 2005 mit über 80 Anbietern – noch – dieselbe Grundfinanzierung wie 2002 mit 20 Anbietern. Finanzierung war bisher immer auf der Tagesordnung, aber neue Anträge wurden nicht gestellt. Wenn nicht zusätzlich zur Grundfinanzierung über Jugendnetz Berlin die Jugendförderung Neukölln, Meredo, BITS21 u.a. immer wieder einspringen würden, hätten die knappen Mittel nicht gereicht. Gleichzeitig ergibt sich dadurch scheinbar keine Notwendigkeit, neue Anträge zu stellen, solange immer eine Einrichtung einspringt. Es geht schon weiter, ist das Gefühl. Ist eine neue und größere Finanzierung tatsächlich gewollt? Was hätten Anbieter und Berater davon?
Florian Mannchen hat als Projektleiter durch 80 Anbieter und eine große Verbreitung und
Bekanntheit einen wachsenden Aufwand an Koordination und Information. Er schätzt, dass
er zu 60% ehrenamtlich arbeitet als Projektleiter. Die Erweiterung der Website durch Christoph
Schnieder, sowie die Gestaltung und Überarbeitung des Flyers durch Martin Miethner
geschah aus Freundschaft zum comp@ss zu geringen Honoraren, was lobenswert ist, aber
dauerhaft nicht optimal erscheint.
Darüber hinaus zeigt das Plenum eine große Veränderung auf, auf die comp@ss reagieren
müsste. Der comp@ss-„Virus“ hat die Schulen erreicht. In den neuen Schulbüchern für die
Klassen 1-6 stehen 12 Seiten zu Medien und Computer, die fast identisch sind zum Juniorcomp@
ss. Die Nachfrage nach comp@ss steigt dadurch. Kann comp@ss sich als zertifizierter
Bildungsstandard in Berlin etablieren, oder werden andere Anbieter diese Lücke füllen?
Damit comp@ss diese Lücke füllen kann, bräuchten insbesondere die Vermittler des
comp@ss Schulungen insbesondere in Didaktik. Die Schulen achten sehr auf die Qualität
des Unterrichts. Noch ist aber die Qualität der Vermittlung der comp@ss-Inhalte sehr unterschiedlich.
Schafft comp@ss hier einen Standard? Das FEZ hat eine Woche lang 7 Personen
geschult, bevor sie nun mit Schulklassen comp@ss-Kurse durchführen. Neue Mitarbeiter
z.B. über Together e.V. kommen oft aus der IT-Branche und brauchen eine didaktische
Schulung. Die meisten Mitarbeiter können mit didaktischem Werkzeug auch mit Schülern
umgehen. Aber manche Mitarbeiter gehen bewusst nicht in Schulen, wenn sie gemerkt haben,
dass sie das nicht leisten können. Die Anforderungen in offener Jugendarbeit und in
Schulen sind sehr unterschiedlich.
Es geht im Kern also darum, die Dozentinnen und Dozenten zu stärken, die offenen Türen in
Schulen durch das neue Schulgesetz und neue Schulbücher zu nutzen und gleichzeitig die
Autonomie der einzelnen Einrichtungen in der Vermittlung der comp@ss-Inhalte zu erhalten.
Vorschläge:
• Dozenten-Datenbank, über die comp@ss Dozentinnen und Dozenten empfiehlt, die inhaltlich und didaktisch qualifiziert sind.
• Fortbildungsveranstaltungen anbieten zu Mediendidaktik z.B. im BITS21
• Curriculum für Dozentinnen und Dozenten
Über die Schüler kommen auch verstärkt Anfragen von Eltern, die lernen wollen, was ihre
Kinder gelernt haben. Dazu hat Meredo bereits praktische Erfahrungen gesammelt.
Es wurde klar, dass für comp@ss inzwischen nicht nur das Landesjugendamt, sondern auch das Landesschulamt verstärkt Ansprechpartner sein muss.
AGENDA zur Finanzierung
Aufgabe | Wer macht es? |
Landesjugendamt / Stefan Heinig | Frank Göldner |
Landesschulamt / Lisum / Günter Thiele | Eva Lischke |
Lisum / Herr Retzlaff | Ingrid Maire, Frank Göldner |
Jagdschloß Glienicke, Rupenhorn | Frank Göldner |
DozentInnen-Tagung | BITS21 ?, Niels Petring |
In die Anforderung der Bildungsträger hinein | Lobbyarbeit in den Bezirken |
Deutsches Kinderhilfswerk, Medienfond | Frank Göldner, Eva Lischke |
Kann das Lisum Dozentenhonorare übernehmen? Je stärker Schulen den comp@ss nutzen
wollen, desto stärker sollte auf Fortbildungsmittel des Landesschulamtes und des Lisums
zurückgegriffen werden.
Im Jagdschloss Glienicke finden 2005 erste Kurse zum comp@ss-Plus statt. Wenn diese gut laufen, können comp@ss-Kurse dort sicherlich ausgebaut werden. Wer Interesse an der Teilnahme hat, kann sich an das Jagdschloss Glienicke oder bei Frank Göldner / meredo e.V. melden. Die Fortbildungseinrichtung Rupenhorn wird erneut umstrukturiert. Sowohl Glienicke als auch Rupenhorn können Räume und anerkannte Zertifikate für die Fortbildung von Dozentinnen und Dozenten bieten.
Steht die Gründung eines comp@ss-Vereins an? Vorschlag: Diese immer wieder aufkommende
Frage sollte von den Aufgaben her beurteilt werden. Wenn die Aufgaben eine Gründung
notwendig machen, dann sollte ein Verein gegründet werden. Solange die anfallenden
Aufgaben von Anbietern und Beratern übernommen werden können, sollte kein zusätzlicher
bürokratischer Mehraufwand geschaffen werden. Bisher hat der Landesjugendring z.B. die
Anmeldung der Markenrechte übernommen, meredo e.V. kann demnächst Spendenquittungen
ausstellen. Eva Lischke kann einen weiteren bestehenden Verein aktivieren für Anträge
für comp@ss.
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat einen Medienfond. Dort wollen Frank Göldner und Eva
Lischke 5000 Euro beantragen.
3) comp@ss-Fachtag 2005 !?
Meredo e.V. bietet comp@ss wieder die Nutzung ihrer Einrichtung an wie 2004, d.h. dass die Infrastruktur, Personal zur Durchführung und die Technik vorhanden wären. Ist aber ein Fachtag sinnvoll und zu schaffen angesichts der IFA-Vorbereitungen?
In der Diskussion werden drei Modelle diskutiert:
Titel | Inhalt | Person |
Fachtag | Öffentliche Veranstaltung wie 2004 mit großem öffentlicher Aufmerksamkeit | Frank Göldner und Fachtag AG |
DozentInnen-
Tagung |
Gemeinsame Materialsammlung bereits tätiger
DozentInnen |
Alle |
DozentInnen-
Tagung |
Schulung von neuen DozentInnen | Niels Petring, BITS21? |
Favorisiert wird ein Fachtag, der beides anbietet: Vormittags werden bereits tätige Anbieter,
Berater und DozentInnen versammelt, um an einem Curriculum und an einer DozentInnen-
Datenbank zu arbeiten. Nachmittags werden alle Interessierten dazu eingeladen, neue Anbieter,
Schulen, Öffentlichkeit.
Offen blieb, wer sich in der Vorbereitung engagieren könnte. Wer nimmt an einer Fachtag AG teil? Wer beruft sie ein? Frank Göldner wird zwei Termin-Vorschläge machen.
4) comp@ss auf der IFA 2005 !? Evtl. Aktion zum/zur 100. AnbieterIn !?
Vom 2.-7. September 2005 findet die IFA statt. Es wird wieder einen Young Media Park geben. Am 18. Februar 2005 findet in der Alten Feuerwache das erste Vorbereitungstreffen des AK Medienpädagogik statt. Robert Westenkirchner wird com@ss dabei vertreten.
Bei der IFA 2003 haben 5000 Personen an comp@ss-Angeboten teilgenommen. Um diesem
Ansturm gerecht zu werden, werden viele Hauptamtliche und etwa 90 ehrenamtliche Helfer
benötigt. Bitte JETZT schon alle Kapazitäten melden, die eure Einrichtungen beisteuern
können, damit bis zum 18.02. Klarheit herrscht, ob comp@ss wieder die Teilnahme auf
die Beine stellen kann. Die Teilnahme ist auch Werbung für die teilnehmenden Einrichtungen.
Zusagen bisher: 10-20 Personen aus Reinickendorf, 3 Personen á 40 Std. aus Neukölln und Robert Westenkirchner.
Florian Mannchen klärt, ob die Bundeszentrale für Politische Bildung über den comp@ss-
Stand Materialien verteilen möchte und ob Thomas Krüger als Schirmherr zum comp@ss-
Stand kommt. Als zusätzliche Attraktion könnte auf der IFA der 100. comp@ss-Anbieter offiziell
begrüßt werden.
5) Welche Arbeitshilfen für welche Module sollen in der Entwicklung Priorität bekommen?
Wie geschieht die Erarbeitung?
Es gibt zu allen comp@ss-Stufen und Modulen bereits Arbeitsbögen mit einem Standard, für welche Leistung der Kinder und Jugendlichen comp@sse ausgegeben werden. Dem Plenum war es immer wichtig, dass die Individualität der Einrichtungen und Anbieter erhalten bleibt und nicht festgelegt wird, wie die Inhalte vermittelt werden. Gleichzeitig gibt es einen großen Bedarf an Arbeitshilfen und insbesondere didaktischen Hilfen.
Andreas Einberger stellt seine „Links-Grundlagen-Lernhilfen“ zum Audio-Modul vor.
Das Plenum stellt fest, dass es einen großen Unterschied gibt, ob comp@ss-Inhalte im offenen
Betrieb oder in Schulen vermittelt werden. Im Prinzip braucht das Plenum für DozentInnen
zwei unterschiedliche Arbeitshilfen, für offene Jugendarbeit und für Schulen, möglicherweise
extra für Kitas und für comp@ss-Plus.
Das vom Plenum beschlossene und inzwischen eingerichtete Wiki soll nun zu verschiedenen
Modulen ausgetestet werden. Im nächsten Plenum werden diese ersten Erfahrungen ausgewertet.
Im Idealfall können in Wikis Arbeitshilfen und bewährte Materialsammlungen entstehen.
Andreas Einberger beginnt ein Wiki zum Audio-Modul. Frank Göldner startet ein Wiki
zum Net-comp@ss. Florian Mannchen startet ein Wiki zum Modul Website. Auch Praxis-
Beispiele können dort gesammelt werden. BITTE BETEILIGEN. Eine Anleitung und die Adresse
schickt Florian Mannchen demnächst an alle.
6) Statistische Erhebungen
Florian Mannchen stellt eine Fragesammlung vor, die alle Anbieter zugemailt bekommen. So soll eine aktuelle Übersicht gewonnen werden und Karteileichen unter den Anbietern ausgefiltert werden.
Florian Mannchen stellt einen Evaluations-Bogen der Gelben Villa vor, der an TeilnehmerInnen
ausgeteilt wird. Grundsätzlich befürwortet das Plenum eine Evaluation sehr. Im Detail
gab es unterschiedliche Vorstellungen, ob die Daten eher analog oder online gesammelt
werden sollten und welche Daten relevant sind. Wenn z.B. gefragt wird, ob die Dauer des
Kurses gut war, muss auch die Dauer genannt werden, sonst ist die Einschätzung wertlos.
Florian Mannchen erarbeitet bis zum nächsten Plenum Vorschläge für eine online- und eine
analoge Variante.
7) Bestätigung von Florian Mannchen als Projektleiter oder Wahl eines/r neuen Projektleiters/
In für 2005
Florian Mannchen wird mit 17 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung zum Projektleiter 2005 gewählt. Er kündigt an, dass er ab September 2005 ein halbes Jahr in Dänemark studieren wird. Das Plenum bittet ihn für die Zeit nach September 2005 einen Interimsleiter einzuführen und vorzubereiten.
8) Sonstiges
Der comp@ss-Flyer wurde seit dem letzten Plenum aufwändig überarbeitet. Es gab noch viele Änderungsvorschläge insbesondere von Externen wie Lehrer, die Insider-Vokabular hinterfragten. Er ist noch nicht gedruckt.
Das Plenum stimmt einstimmig dem Vorschlag von Florian Mannchen zu, dass beim Netcomp@
ss folgender Punkt ergänzt wird: „Kopieren von Inhalten aus Webseiten und einfügen
in Textdokumente, unter Angabe der Quelle.“
9) Nächstes Plenum: FREITAG, den 11. März 2005, 10-13 Uhr
Der Ort wird noch bekannt gegeben.
Mit vielen Grüßen,
Martin Gaedt (Moderator und Protokollant)