4 comp@ss-4U Modul Textverarbeitung
4 comp@ss-4U Modul Textverarbeitung
Einleitung
Die Zielgruppe für den comp@ss-4U sind Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren. Als Spezialisierungsangebot für bestimmte Wissensgebiete bietet der comp@ss-4U vielfältige Möglichkeiten in Form der Module. Die Inhalte der Module entsprechen den Interessen der Jugendlichen und spiegeln ein breites Spektrum wider. An dieser Stelle wird beispielhaft das Modul Textverarbeitung beschrieben. Das Modul Textverarbeitung ist von den comp@ss-4U-Modulen eines der am häufigsten genutzten Module, da jeder, der mit dem Computer zu tun hat, früher oder später auch mit der Textverarbeitung in Berührung kommt. Jugendliche benötigen die Textverarbeitung meistens für das Schreiben eines Praktikumsberichts, für Bewerbungsschreiben und das Erledigen der Hausaufgaben. Das Modul eignet sich als Zertifikat in Bewerbungsschreiben, da heutzutage die Textverarbeitung eine Grundvoraussetzung für viele Berufe darstellt. Für die Arbeit mit einem Textverarbeitungsprogramm bietet sich Microsoft Word aus dem Paket Microsoft Office an, welches käuflich zu erwerben ist, oder aber das kostenlose Textverarbeitungsprogramm von Open Office. Beide Programme haben einen ähnlichen Funktionsumfang.
Inhalt
Das Modul Textverarbeitung ist ein Spezialisierungsmodul und befasst sich mit dem selbständigen Erstellen von Texten mittels eines Textverarbeitungsprogramms. Die Inhalte der Textverarbeitung sind wie alle comp@ss-Module in einen technischen und einen sozialen Bereich gegliedert. Der technische Bereich umfasst alle Kenntnisse, die mit der Texteingabe, Text- und Blattgestaltung zu tun haben. Die sozialen Inhalte befassen sich mit dem Thema Schriftkultur und dem Schreiben als Kulturtechnik.
Lernziele
- Texteingabe über die Tastatur, Kenntnis von wichtigen Tastenkombinationen erlangen, richtige
Interpunktion und Symbole über das Dialogfeld einfügen
- Grundlegende Zeichenformatierungen und Absatzformatierungen
- Anwenden von Zeilen- / Absatzwechsel, Seitenwechsel
- Verschiedene Objekte einfügen
- Tabellarische Aufzählung erzeugen mit Tabulatoren und / oder Tabellen
- Grundlegende Tabellenformatierung (Spaltengröße, Rahmen, Hintergrundfarbe)
- Dokumentstrukturierung, Einfügen / Bearbeiten einer Kopf-/Fußzeile, Seiten nummerieren
- Textbereiche innerhalb eines Dokumentes und in andere Dokumente kopieren / verschieben
- Aufzählungen, Nummerierung mit angepassten Zeichen
- Einsatz von Formatvorlagen (o. Ä.) für Überschriften
- Automatische Nummerierung von Überschriften
- Dateien speichern, öffnen und drucken
- Bedeutung der Schriftsprache für unsere Kultur
- Erkennen von Schriftsprache, Textbausteinen
- Wissen über Freeware- und Open-Source-Programme im Bereich der Textverarbeitung
Textverarbeitung in Kursform
Das Modul Textverarbeitung wird in der geschlossenen Kursform beschrieben. Der Kurs ist so angelegt, dass in den einzelnen Übungseinheiten kleinere Texte bearbeitet werden können. Ziel des compass-4U ist es, dass die Teilnehmenden am Ende des Kurses in der Lage sind, eigenständig einen mehrseitigen Text mit Bildern zu erstellen und in gewünschter Weise zu formatieren. Für die angegebenen Zeiten gilt auch, wie schon beim Net-comp@ss beschrieben, dass es sich um Richtwerte handelt und diese in Abhängigkeit von der Zielgruppe und der Kursform variieren können.
Modulbausteine
Im Folgenden werden die einzelnen Modulbausteine aufgelistet und jeweils mit einem kurzen Text, Hinweisen und Anregungen und Tipps zur Ausgestaltung des Bausteins versehen. Je nach Vorgaben Ihres Kurses (Wochenkurs, Wochenendkurs, Nachmittags-, Ganztags-, Ferienkurs …) können Sie einzelne Modulbausteine aneinanderreihen oder sogar miteinander kombinieren. Manchmal wird das sogar sinnvoller sein.
Die Zeitangaben dienen als Orientierungshilfen, sind nicht bindend und sicherlich nicht immer 1:1 übertragbar. Vielmehr basieren die Angaben auf den Erfahrungen unterschiedlicher Anbieter in unterschiedlichen Lernsituationen.
Texteingabe
Lernziele
- Texteingabe über die Tastatur, Kenntnis von wichtigen Tastenkombinationen erlangen, richtige Interpunktion und Symbole über das Dialogfeld einfügen
- Grundlegende Zeichenformatierungen und Absatzformatierungen
- Anwenden von Zeilen- / Absatzwechsel, Seitenwechsel
- Einfügen von Bildern
Dauer
- ca. 120 Minuten
Methoden
- Computerarbeit
- Diskussion
- Vortrag
Materialien
- Beamer oder Smartboard, Einzel-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Bevor es mit dem Schreiben losgeht, kann eine Einführungsdiskussion stehen: Wozu benötigt man die Textverarbeitung und was können die einzelnen Teilnehmenden schon? Diese Diskussion kann bei einer Gruppe mit Teilnehmenden, die sich untereinander noch nicht kennen, auch gut als Vorstellungs- und Kennenlernrunde genutzt werden. Nachdem die Notwendigkeit der Textverarbeitung besprochen wurde, kann es inhaltlich losgehen.
Die Erklärung des Aufbaus des Textprogramms steht am Anfang und ist wichtig, weil hier die Grundlagen für den richtigen Umgang mit ihm gelegt werden. Wichtig ist der Fensteraufbau, der bei jedem Textverarbeitungsprogramm ähnlich gestaltet ist (Titelleiste, Menüleiste, Symbolleisten, Blattaufbau, Statusleiste).
Die Eingabe von Text in ein Textverarbeitungsprogramm ist eine elementare Voraussetzung für das Arbeiten mit dem Programm. Deshalb sollten hier auch alle Teilnehmenden einen eigenen Computer erhalten, damit jeder selber probieren und sich an das Programm herantasten kann. Es ist sinnvoll, dass man alle Teilnehmenden den gleichen Text eingeben lässt, weil so mit allen gemeinsam gearbeitet werden kann und nicht jeder etwas anderes macht. Übungstext „Der Computer“. Texteingabe über die Tastatur beinhaltet Groß- und Kleinschreibung, Interpunktion, Leerzeichen sowie Zeilen- und Absatzwechsel.
Um nun den eingegebenen Text bearbeiten zu können, muss das Markieren des Textes und das Navigieren im Text beherrscht werden. Dabei sollte auf die verschiedenen Möglichkeiten der Markierung (mit der Maus, der Tastatur und den Tastenkombinationen) eingegangen werden. Üblich ist das Arbeiten mit der Maus beim Navigieren und Markieren, aber Handlungsalternativen bieten Lernenden die Möglichkeit, ihren eigenen Weg zu finden. Mit Hilfe der Markierung kann nun der Text mit einfachen Mitteln (Schriftart, Schriftgröße, Schriftfarbe, Auszeichnungen, Textausrichtung und Zeilenabstand) gestaltet werden.
Zu Beginn des Kurses erleichtert die Arbeit mit den Symbolleisten den Teilnehmenden das Erlernen der Textverarbeitung. Sind sie nach einiger Zeit geübter, bietet es sich an, auch die Menübefehle zu erklären, da diese oft noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Das Markieren und Navigieren sind wichtige Werkzeuge für das Verschieben, Kopieren und Löschen von Text. Auch hier bietet es sich für den Anfang an, mit den Symbolleisten zu arbeiten. Fortgeschrittene Teilnehmende können alternative Möglichkeiten erarbeiten.
Für die Funktionen Kopieren, Ausschneiden und Einfügen sollten unbedingt auch die Tastaturbefehle geübt werden, da diese sehr häufig auch in anderen Anwendungen gebraucht werden.
Das Einfügen eines Objektes in den Text (am besten geeignet ist ein Bild), bietet sich am Ende dieser Lerneinheit an, da hier die Teilnehmenden in der Lage sind, eigenständig Text zu formatieren und nun eine neue Herausforderung wünschen.
Hat man gerade kein Bild zur Hand, eignet sich hierfür auch hervorragend ein Screenshot des eigenen Bildschirms.
Hinweise
Die unterschiedlichen Textverarbeitungen verfügen weitestgehend über die gleichen Funktionen, können jedoch unterschiedlich heißen, sich an unterschiedlichen Stellen in den Funktionsleisten befinden oder unterschiedlichen Menüpunkten zugeordnet sein. Unter http://wiki.compass-muenchen.de/ sind Beispiele für die Texteingabe für einige gängige Textverarbeitungsprogramme hinterlegt, die jeweils zeitnah der aktuellsten Programmversion angepasst werden.
Links
[1]: beschreibt erste Schritte in Microsoft Office
</ref>Shortlink #1075</ref>: Tutorials zu Open-Source-Software
Tabellen
Lernziele
- Tabellarische Aufzählung erzeugen mit Tabulatoren und / oder Tabellen
- Sinnvoller Einsatz einer Tabelle
- Gestalten einer Tabelle mit grundlegenden Tabellenformatierungen
Dauer
- ca. 90 Minuten
Methoden
- Computerarbeit
- Vortrag
Materialien
- Beamer, Flipchart, Einzel-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Tabellen sind ein umfangreiches Thema. Für das Arbeiten mit Tabellen ist es vorteilhaft, sich erst über das Aussehen und den Inhalt der Tabelle bewusst zu werden, um sie anschließend im Textverarbeitungsprogramm zu erstellen. Das hat den Vorteil, dass die Seiten-Textformatierung der Tabelle angepasst werden kann und umständliche Tabellenverschiebungen nicht notwendig machen. Mit den Teilnehmenden werden gemeinsam auf dem Flipchart eine Tabelle (Kalender, Wochenplan, Stundenplan ...) erarbeitet und wichtige Tabellenelemente benannt.
Für das Erstellen einer Tabelle bieten alle gängigen Textverarbeitungsprogramme verschiedene Möglichkeiten an. Zunächst sollte mit der jeweils einfachsten Technik begonnen werden. Dann sollten jedoch auch die anderen Methoden aufgezeigt werden, um den Teilnehmenden die Möglichkeit zu bieten, eigene Vorlieben zu entwickeln.
Zu Beginn sollte mit allen Teilnehmenden gemeinsam die am Flipchart erarbeitete Tabelle über den Menüpunkt ‚Tabelle‘ erstellt werden. Nach Eingabe der Spalten- und Zeilenanzahl entsteht eine Tabelle, mit der sofort gearbeitet werden kann. Es können nun verschiedene Formatierungen und Einstellungen der Tabelleneigenschaften vorgenommen werden. Die Tabelle wird in ihrer Größe und ihrem Aussehen den Vorstellungen der Teilnehmenden angepasst. Durch Hinzufügen eines Bildes werden die Möglichkeiten der Bildplatzierung durchprobiert. Hinter dem Menüpunkt ‚Tabellen‘ verstecken sich zahlreiche Gestaltungs- und Formatierungsmöglichkeiten, die von den Teilnehmenden in einer selbständigen Übung
durchprobiert werden sollten.
Da die Zielgruppe für dieses Modul meistens Jugendliche sind, die Lebensläufe für Bewerbungen
schreiben müssen, bietet es sich an, am Beispiel Lebenslauf den Unterschied zwischen einer Tabelle und der Aufzählung mit der Tabulatortaste zu erklären.
Hinweise
Die unterschiedlichen Textverarbeitungen verfügen weitestgehend über die gleichen Funktionen, können jedoch unterschiedlich heißen, sich an unterschiedlichen Stellen in den Funktionsleisten befinden oder unterschiedlichen Menüpunkten zugeordnet sein.
Links
[2]: erklärt, wie man Tabellen in Microsoft Office Word 2003 erstellt
[3]: Beispiele für die Arbeit mit Tabellen für einige gängige Textverarbeitungsprogramme, die jeweils zeitnah der aktuellsten Programmversion angepasst werden.
Formatierung und Strukturierung einer bestehenden Datei
Lernziele
- Kenntnis der verschiedenen Formatierungsmöglichkeiten eines Textverarbeitungsprogramms erlangen
- Sinnvolle Dateistrukturierung
- Überschriften und automatisches Inhaltsverzeichnis
- Dokumentstrukturierung, Einfügen / Bearbeiten einer Kopf- / Fußzeile, Seiten nummerieren
Dauer
- ca. 150 Minuten
Methoden
- Computerarbeit, Gruppendiskussion
Materialien
- Beamer, Flipchart, Einzel-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden, längerer unformatierter Text in Dateiform
Ablauf
Alle Teilnehmenden erhalten ein mehrseitiges und unformatiertes Textdokument zu einem bestimmten Thema. Ihre Aufgabe wird es sein, dieses Dokument logisch zu strukturieren und zu formatieren. Am Ende der Einheit besteht dieses Dokument aus einem Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Abschnitten mit Überschriften und Kopf- oder Fußzeile mit Seitenzahl. Es ist natürlich wichtig, dass sich alle Teilnehmenden die Zeit nehmen, das Dokument zu lesen, um den Inhalt des Dokuments zu kennen und es in logische Abschnitte gliedern zu können. In einer gemeinsamen Gesprächsrunde werden mit den Teilnehmenden die Punkte zusammengetragen, wie das Dokument bearbeitet werden soll. Es werden Formatierungen für den Text und die Seiten bestimmt. Danach werden diese Punkte in eine Reihenfolge gebracht und die Struktur der Datei wird festgelegt. Struktur der Datei bedeutet: Wo beginnt und endet ein Abschnitt und wo sind Überschriften? An dieser Stelle sollte mit den Teilnehmenden auch besprochen werden, dass ein Dokument ein einheitliches Layout besitzt, bestimmten Gestaltungsregeln unterliegt und dass nicht für jeden Abschnitt oder jede Überschrift eine neue Textgestaltung benutzt wird. Diese Punkte werden auf dem Flipchart festgehalten, so dass sie von allen jederzeit einsehbar sind. So entsteht ein Fahrplan für die Dokumentbearbeitung.
Es ist auch möglich, den Teilnehmenden ein Arbeitsblatt mit der entsprechenden Aufgabe auszuhändigen. Aber durch die Gesprächsrunde werden sie angeregt, sich selber über logische Dateistrukturen Gedanken zu machen, und sie sind besser in der Lage, die Arbeitsschritte zur Bearbeitung der Datei nachzuvollziehen.
Im zweiten Schritt bearbeiten die Teilnehmenden ihr Dokument entsprechend ihren ausgearbeiteten Punkten. Es ist sinnvoll, dass der Kursleiter ihnen wichtige Funktionen vorführt, wie zum Beispiel Überschriften mit der Formatvorlage zu gestalten, um dann hieraus das Inhaltsverzeichnis zu erstellen. Am Ende des Modulbausteins haben die Teilnehmenden eine logisch gegliederte und strukturierte Datei.
Hinweise
Die unterschiedlichen Textverarbeitungen verfügen weitestgehend über die gleichen Funktionen, können jedoch unterschiedlich heißen, sich an unterschiedlichen Stellen in den Funktionsleisten befinden oder unterschiedlichen Menüpunkten zugeordnet sein.
Links
[4]: wichtige Textformatierungen für Microsoft Office Word 2003
[5]: Beispiele für Formatieren und Strukturieren für einige gängige Textverarbeitungsprogramme
Dateioperationen
Lernziele
- Gezieltes Speichern einer Datei
- Druckfunktion
- Kenntnis der verschiedenen Dateiformate erlangen
Dauer
- ca. 45 Minuten
Methoden
- Computerarbeit, Vortrag
Materialien
- Beamer, Flipchart, Einzel-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden, Textdatei
Ablauf
Für das Thema Dateioperationen bietet sich die Textdatei vom Modulbaustein Formatierung und Strukturierung einer bestehenden Datei an. Mit dieser Datei lassen sich viele Übungen zu Dateioperationen durchführen.
Da die meisten Teilnehmenden sich gewiss kaum Gedanken über Dateiformate machen, sollte der
Kursleiter in einem kleinen Vortrag die verschiedenen Formate erklären. In der Textverarbeitung sind die am häufigsten verwendeten Dateiformate die Formate „Word Dokument“ „doc“ und für Open Office „odt“. Zu diesen beiden Formaten muss den Teilnehmenden erklärt werden, dass diese Dateien nur geöffnet oder bearbeitet werden können, wenn das entsprechende Programm auf dem Computer vorhanden ist. Schickt man also eine Datei mit einem bestimmten Format an eine andere Person und diese Person besitzt nicht die gleiche Software, kann sie das Dokument nicht lesen. In diesem Fall ist es besser, das Dokument in einem Format zu speichern, das von vielerlei Software gelesen werden kann. Für ein Textdokument ist dies das Format „rtf“, das für die meisten Textverarbeitungsprogramme lesbar ist. Eines der am
weitesten verbreiteten Dokumentenformate zum Austausch von Dateien ist das Format „pdf“. Dieses Format kann von allen Betriebssystemen eingelesen werden, allerdings ist es hier nicht möglich, die Datei weiterzubearbeiten. Ein Export der Texte in das plattformunabhängige Format „html“ ist ebenfalls bei vielen Programmen möglich. Dateien, die im Format „txt“ abgespeichert sind, sind ein reines Textformat und enthalten keine Textformatierungen.
In einer gemeinsamen Übung wird mit den Teilnehmenden das Dokument in verschiedenen Formaten
abgespeichert und verglichen, wie sich das Aussehen der Datei ändert. Wichtig ist hier, dass die Dateien an einem bestimmten Speicherort gespeichert werden, um die Dateien schnell wiederzufinden. Nach der Übung zum Speichern wird das Drucken mit den verschiedenen Druckfunktionen (einzelne Seiten oder Markierung drucken) erläutert, je nach Drucker sind hier noch zusätzliche Einstellungen wie z. B. der Duplexdruck möglich. Für das Vorbereiten des Dokuments auf den Druck können bei den Seiteneinstellungen verschiedene Einstellungen vorgenommen werden. In der Seitenansicht ist dann das für den Druck vorbereitete Dokument sichtbar.
Hinweise
Aus den Programmen Open Office und Microsoft Office 2007 können PDF-Dateien erzeugt werden.
Links
Programme für die Textverarbeitung: www.openoffice.org | office.microsoft.de | www.staroffice.de
Schriftkultur und Schreiben als Kulturtechnik
Lernziele
- Schriftkultur, Bedeutung für unsere Gesellschaft
- Unterschied zwischen gesprochener und geschriebener Sprache
- Entwicklung der Schriftsprache
- Textbausteine
Dauer
- ca. 120 Minuten
Methoden
- Diskussion, Gruppenarbeit
Materialien
- Flipchart, Computerarbeitsplätze, Moderationspapier und Stifte
Ablauf
In diesem Modulbaustein geht es um die Auseinandersetzung mit unserer Schriftkultur. Diese Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit dem Thema erfolgt am besten in Gruppenarbeit mit einer anschließenden Diskussion. Der Modulbaustein lässt sich in zwei Themenblöcken untergliedern:
- Was ist der Unterschied zwischen Schreiben und Reden? Wozu brauche ich die Schriftsprache? Wann ist Schreiben besser als Reden?
- Geschichte unserer Schriftkultur – was hat sich verändert? Schreiben gestern und heute? Was ist mit Menschen in unserer Gesellschaft, die nicht schreiben können?
Die beiden Themen werden in Arbeitsgruppen bearbeitet mit Hilfe einer Recherche im Internet. Auf großem Moderationspapier werden die Ergebnisse schriftlich festgehalten, um sie der anderen Arbeitsgruppe zu präsentieren. In der anschließenden Diskussion tauschen beide Gruppen ihre Meinungen und Arbeitsergebnisse aus. Die Schriftkultur ist je nach Kulturkreis unterschiedlich geprägt. So lohnt es sich, mit den Teilnehmenden im Internet zu den Unterschieden in der europäischen, asiatischen oder arabischen Schriftkultur zu recherchieren. Kommen Teilnehmende aus einem anderen Kulturkreis, so können sie Erfahrungen und Wissen aus ihrer Sprache mit einbringen. Die Diskussion und die Auseinandersetzung
mit dem Thema Schriftkultur dienen dazu, die Teilnehmenden dafür zu sensibilisieren, dass es
unterschiedliche Schriftkulturen gibt und Schriftkultur sich auch ändern kann. Vor allem mit dem Internet werden diese Veränderungen immer schneller. Schreiben ist ein wichtiges Werkzeug, um in unserer Gesellschaft leben zu können.
Links
[6]: Artikel über Schriftkultur
Open Source
Lernziele
- Kenntnisse über Freeware und Open-Source-Programme mit der Textverarbeitung erlangen
- Bedeutung plattformunabhängiger Dateiformate
Dauer
- ca. 20 Minuten
Methoden
- Computerarbeit, Diskussion
Materialien
- Computerarbeitsplätze, Diskussion
Ablauf
Microsoft Office Word ist das bekannteste und meistgenutzte Textverarbeitungsprogramm, aber es kostet Geld. In den letzten Jahren haben sich Open-Source- und Freeware-Textverarbeitungsprogramme etabliert, sind mittlerweile weltweit bekannt und werden immer öfter genutzt. Open Office ist eines der bekanntesten und im Google-Pack ist StarOffice integriert. Beide Programme haben eine ähnliche grafische Oberfläche wie Microsoft Word 2003 und einen ähnlichen Funktionsumfang. In einer kleinen Gruppendiskussion lässt sich schnell feststellen, welches Programm die Teilnehmenden privat nutzen. Dabei ist ein Hinweis auf Legalität geboten. Über das Internet können die Teilnehmenden die verschiedenen Programme recherchieren und ein Programm downloaden und installieren. Bei einem Vergleich mit dem bisher genutzten Programm können so Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdeckt werden.
Plattformunabhängige Dateiformate wurden bereits im Modulbaustein Dateioperationen behandelt, so dass an dieser Stelle eine kleine Diskussion über die Vor- und Nachteile dieser Dateiformate genügt.
Links
Programme für die Textverarbeitung: www.openoffice.org | office.microsoft.de | www.staroffice.de
Textverarbeitung en passant
Besteht nicht die Möglichkeit, den comp@ss-4U-Textverarbeitung in Kursform durchzuführen, dann bietet sich die offene Lernform an. Die Fachkraft hat die Funktion, die Teilnehmenden zu begleiten und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Während in der Kursform der Ablauf des Moduls vorgegeben ist, bleibt es hier den Teilnehmenden selbst überlassen, sich den Inhalt und die Zeit selber einzuteilen. Die Teilnehmenden sollen sich umfassend mit einem Textverarbeitungsprogramm auseinandersetzen, und das verlangt von ihnen einige Disziplin und auch Zeit. Deshalb ist es an dieser Stelle wichtig, dass die begleitende Fachkraft mit den Teilnehmenden zu Beginn Absprachen über die Vorgehensweise trifft und gegebenenfalls schriftlich festhält (d. h. einen Zeitplan oder Arbeitsschritte festlegt). Eine Orientierung hierfür bietet der Teilnahmebogen, der alle Inhalte beschreibt. So haben die Teilnehmenden eine Orientierung, welche Inhalte für die Dokumentgestaltung und Strukturierung verlangt werden. (Der Teilnahmebogen beschreibt ebenfalls die Inhalte.) In einer gemeinsamen Lernkontrolle können die Fachkraft und die Teilnehmenden das Dokument überprüfen und gegebenenfalls das Dokument korrigieren. Beim Schreiben und Arbeiten an diesem Modul haben die Teilnehmenden eigene Schreiberfahrungen gemacht. Diese bilden eine gute Grundlage für eine abschließende Diskussion. Die Teilnehmenden können von eigenen Erfahrungen berichten, Unterschiede zwischen der Schriftsprache und der mündlichen Sprache erklären und haben ein Verständnis für Schriftkultur erworben.
Liste mit Projektideen oder Themenvorschlägen
- Teilnehmende, die gern selber Gedichte, Geschichten oder Tagebuch schreiben, können ihr eigenes kleines Buch gestalten (Hinweis: Der Umfang des Buches sollte im Rahmen bleiben, so dass die Teilnehmenden auch die Möglichkeit haben, ihr Zertifikat abzulegen)
- Themen, die die Teilnehmenden interessieren, im Internet recherchieren und mit Texten aus dem Internet das eigene Dokument anfertigen lassen
- Bewerbungsunterlagen anfertigen, gerade jugendliche Teilnehmende benötigen oft Bewerbungsunterlagen für die Ausbildungsplatzsuche, Praktikumssuche usw.
Fussnoten