3 Net-comp@ss
3 Net-comp@ss
Einleitung
Von allen Modulen des comp@ss gehört der Net-comp@ss zu den inhaltlich umfangreichsten und damit sicherlich auch zu den schwersten Modulen. Im Vergleich zu den Modulen des comp@ss-4U behandelt der Net-comp@ss nicht ein spezielles Thema, sondern beinhaltet einen regelrechten „Rundumschlag“ in Bezug auf viele unterschiedliche grundlegende technische und soziale Lerninhalte der Computernutzung. Aus diesem Grund stellt der Net-comp@ss methodisch für den Trainer sicherlich die größte Herausforderung dar.
Inhalt
Aufbauend auf den Junior-comp@ss liegt beim Net-comp@ss, wie der Name schon vermuten lässt, der Schwerpunkt auf dem ersten Umgang mit dem Internet. Dazu gehören nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch wichtige Inhalte, wie Selbst- und Datenschutz sowie rechtliche Hinweise zu Software aus dem Netz und Verhalten z. B. im Chat. Sicherlich bietet der Net-comp@ss auch für deutlich ältere Kinder oder Jugendliche einen umfassenden Einstieg in die Computerwelt.
Grundsätzlich gilt: Bei den aufgeführten technischen Inhalten geht es um ein leicht erweitertes Einstiegswissen und eine Einführung in das Internet. Daher sollten die Erklärungen kurz und einfach sein und die Teilnehmenden sollten nicht mit Details überfordert werden. Eine Vertiefung findet in den Grund- und Spezialisierungsmodulen des comp@ss-4U statt.
Lernziele
- Kennenlernen verschiedener Betriebssysteme (wie z.B. Windows, Apple OS, Linux)
- Einfacher Umgang mit Dateimanager: Anlegen eines eigenen Ordners, gezieltes Speichern der
nachfolgenden Dateien (z. B. selbst erstellte Dateien und Downloads) in diesem Ordner
- Starten einer CD
- Textverarbeitung: Speichern, Schreiben, Drucken einer Textdatei
- Einfache Malprogramme: Malen eines Bildes unter Nutzung von Standardwerkzeugen
- Einführung Internet: Was ist das Internet? Kurze und einfache Erklärung der verschiedenen Dienste oder der Struktur eines Netzwerks von Netzwerken. Erklärung wichtiger Begriffe.
- Aufbau einer Internetadresse
- Benutzung einer Suchmaschine: Suchen, Finden, Sammeln, Strukturieren, Download
- Kinder- und Jugendinformationen im Internet
- Lesezeichen anlegen und benutzen
- E-Mail: Einrichten eines E-Mail-Accounts, Versenden/Empfangen von E-Mails
- Netiquette, Verhalten in Communities, Datenschutz und Selbstschutz
- Gefahren im Internet: Viren, Phishing und Schutzmöglichkeiten
- Spam, Hoaxes, Betrug
- Grundlagen Copyright, Urheberrecht und Lizenzbedingungen
- Grundlagen HTML/CSS: eigene Hompage erstellen
- Diskussion über die Regeln der Freizeiteinrichtungen
Voraussetzungen
- Zielgruppe: Kinder ab ca. 8 Jahren[1], aber auch für ältere Kinder und Jugendliche
- In jedem Fall Lesefähigkeit
Modulbausteine
Im Folgenden werden die einzelnen Modulbausteine des Teilnahmebogens des Net-comp@ss aufgelistet und jeweils mit einem kurzen Text, Hinweisen und Anregungen und Tipps zur Ausgestaltung des Bausteins versehen. Je nach Vorgaben Ihres Kurses (Wochenkurs, Wochenendkurs, Nachmittags-, Ganztags-, Ferienkurs …) können Sie einzelne Modulbausteine aneinanderreihen oder sogar miteinander kombinieren. Manchmal wird das sogar sinnvoller sein. Bestes Beispiel hierfür ist z. B. das Speichern von Dateien. Natürlich bietet es sich an, dies im Zusammenhang mit dem Schreiben eines Textes oder dem Malen eines Bildes zu thematisieren und nicht theoretisch und stur das Speichern an sich (sozusagen ohne wirklichen Sinn und Zweck) zu üben. An den entsprechenden Stellen wird auf die passenden Einheiten verwiesen. Die Zeitangaben dienen als Orientierungshilfen, sind nicht bindend und sicherlich nicht immer 1:1 übertragbar. Vielmehr basieren die Angaben auf den Erfahrungen unterschiedlicher Anbieter in unterschiedlichen Lernsituationen.
Benennung der Hardware
Lernziele
- Entwicklung einer grundlegenden Vorstellung über das Innenleben eines Computers
- Wesentlicher Komponenten eines Computers benennen können, insbesondere: Maus, Tastatur, Monitor, Inhalt des Rechners, Drucker, Laufwerke, Speichermedien
- Den Unterschied zwischen Hard- und Software erklären können
Dauer
- ca. 30 Minuten
Methoden
- Gruppenarbeit
- Diskussion
- Quiz
Materialien
- Ein alter, ausgedienter Computer, der ohne Bedenken auseinandergenommen werden kann
- Eventuell Arbeitsblatt: Der „Was-ist-was-Computercheck“
- „Remembory“ aus München
Ausstattung
- Stuhlkreis, ein Tisch in der Mitte für den Computer
Zugehörige Kopiervorlagen
- Der „Was-ist-was-Computercheck“
Ablauf
Wer mit Computern arbeitet, kommt nicht umhin, die einzelnen Komponenten eines Computers auch benennen zu können. Um den Kindern und Jugendlichen zudem auch einmal einen plastischen Eindruck vom Innenleben eines Computers zu ermöglichen, empfehlen wir einen ausgedienten Computer als Anschauungsobjekt zu verwenden. Um einen großen Tisch oder im Kreis sitzend kann die Gruppe gemeinsam einen Computer auseinandernehmen und betrachten. In der Regel haben Kinder wie Jugendliche, Jungen wie Mädchen großen Spaß daran, Teil für Teil genau zu betrachten und Komponenten wie z. B. das „Gehirn“ (den Prozessor) einmal in den eigenen Händen zu halten. Wurden die einzelnen Komponenten vorher mit Nummern versehen, lässt sich schnell ein Quiz daraus machen. Wir haben dieses Quiz den „Was-ist-was-Computercheck“ genannt (siehe Arbeitsbogen). Gemeinsam können die Teilnehmenden in der Gruppe überlegen, ob sie einzelne Teile identifizieren und benennen können. Ist dies nicht der Fall, können Sie als Trainer helfend eingreifen. Geben Sie jedoch zunächst einmal den Tipp, z. B. Anschlüsse und Beschriftungen genau zu betrachten[2].
Später kann der Modellrechner gemeinsam wieder zusammengebaut werden. Lässt er sich wieder
einschalten?
Hinweise
Beim Quiz kommt es nicht darauf an, dass die Teilnehmenden später alle Teile des Innenlebens fehlerfrei benennen können. Vielmehr geht darum, einen Eindruck zu vermitteln, aus welchen Einzelkomponenten sich ein PC zusammensetzt und diese auch einmal „begriffen“ – also angefasst zu haben.
Kopiervorlagen
- Der „Was-ist-was-Computercheck“
Einfacher Umgang mit dem System
Lernziele
- Ein- und Ausschalten
- Anlegen eines eigenen Ordners, gezieltes Speichern der nachfolgenden Dateien in diesem Ordner
- Fenstertechnik
- Starten einer CD
- Netzwerkeinführung (LAN, WAN)
Dauer
- ca. 45 bis 60 Minuten
Methoden
- Vortrag
- Computerarbeit
Materialien
- Arbeitsblatt mit Desktop-Screenshot
Ausstattung
- Beamer oder Smartboard
- Einzel- oder Partner-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Lassen Sie Ihre Teilnehmenden den Einschalter des Computers suchen. Wichtig ist nicht, dass sie wissen, wo genau an diesem Computer der Einschalter ist, sondern dass sie sich trauen, auch an anderen Geräten den Schalter selbständig zu finden. Während des ersten Startvorgangs lässt sich hervorragend thematisieren, was denn eigentlich beim Bootvorgang im Rechner vor sich geht. Besonders jüngere Kinder sind schnell ungeduldig, wenn der Computer nicht wie die Spielkonsole in kürzester Zeit einsatzbereit ist. Lassen Sie die Teilnehmenden Vermutungen anstellen, was da eigentlich so lange dauert. Dabei lassen sich auch wunderbar wieder die Begriffe Hard- und Software (siehe Einheit „Benennung der Hardware“) wiederholen. Denn zum einen wird beim Booten die eingebaute und angeschlossene Hardware initialisiert und zum anderen die nötige Software (Betriebssystem, Programme, Treiber) geladen. Als nächstes sollten Sie mit Ihren Teilnehmenden den Desktop genauer betrachten und einige weitere Begriffe (Desktop, Symbole, Programme, Ordner, Startknopf, Arbeitsplatz, Task- / Aufgabenleiste) klären. Fragen Sie Ihre Teilnehmenden, ob sie bereits Symbole oder Begriffe kennen oder Vermutungen anstellen wollen[3].
- Der Start-Button führt zu allen auf dem Computer installierten Programmen und zu wichtigen Funktionen.
- Alle aktuell geöffneten Ordner und Programme „liegen“ auf der Taskleiste. Es lässt sich so schnell zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln.
- Das Symbol „Arbeitsplatz“ zeigt die Festplatten und die angeschlossenen / eingelegten Datenträger an.
- Der Unterschied zwischen Dateien, Ordnern und Programmen. Tipp: Sie können die Ordnerstruktur auf einer Festplatte mit einem Schrank vergleichen, in dem sich viele Ordner und Unterordner finden, die alle gut beschriftet sind. Im Ordnerfach „Eigene Dateien“ gibt es z. B. den Unterordner „Bilder“ und hier werden tatsächlich Bilder aufbewahrt. Bei sehr jungen Teilnehmenden empfiehlt es sich, diese Veranschaulichung tatsächlich auch real zu nutzen / zu zeigen / zu begreifen.
- Im Ordner „Eigene Dateien“ können alle selbst erstellten Dokumente und Bilder abgelegt werden. Es empfiehlt sich aber, auch hier noch eine Unterstruktur anzulegen, damit man bei vielen Dateien nicht immer so lange suchen muss.
- Die Fenstertechnik umfasst das Minimieren, Maximieren und Schließen von Fenstern und Programmen sowie Bildlaufleisten.
Je nach Alter der Teilnehmenden sollten Sie nun gemeinsam ein Programm ausprobieren. Vollziehen Sie gemeinsam den Weg zum Programm (sei es nun auf der Festplatte oder auf einem Datenträger) über den Arbeitsplatz nach. So lässt sich auch die Erklärung der Ordnerstruktur noch einmal nachvollziehen. Starten Sie das gewählte Programm mit Doppelklick[4]. Achten Sie darauf, dass alle Teilnehmenden mit ihrem individuellen Tempo arbeiten können und genügend Zeit zum Ausprobieren haben.
Für Jüngere empfiehlt es sich eventuell, ein Bild zu malen, Ältere können einen kleinen Text schreiben (siehe dazu „Erste Schritte mit der Textverarbeitung“ und „Malen eines Bildes“). Bei der Erstellung erster Dokumente lässt sich auch das Erstellen von Ordnern und Speichern von Dateien am besten noch einmal thematisieren und üben.
Hinweise
Der Punkt Netzwerkeinführung (LAN, WAN) wird in der Einheit „Internet“ behandelt und daher an dieser Stelle nicht noch einmal gesondert aufgegriffen.
Erste Schritte mit der Textverarbeitung
Lernziele
- Schreiben und Speichern einer Textdatei
- Drucken einer Textdatei
- Warteschlange (auch im Netzwerk) und Druckauftrag, Löschen erklären
Dauer
- ca. 40 Minuten
Methoden
- Computerarbeit
Materialien
- Eventuell vorbereitetes Arbeitsblatt mit „Geheimschrift“
Ausstattung
- Beamer oder Smartboard
- Einzel- oder Partner-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Für diese Übung empfiehlt es sich, ein Textprogramm zu verwenden, das die Formatierung und Gestaltung von Text erlaubt (ungeeigneter ist also z. B. der Editor). Teilnehmende, die bereits lesen und schreiben, können einen kleinen Text erstellen (z. B. Brief an den besten Freund / die beste Freundin, Einladung zu einer Party / zum Geburtstag, Hausaufgaben, Einkaufsliste / Wunschzettel o. Ä.). Lassen Sie ihnen genügend Zeit, das Textprogramm zunächst alleine zu entdecken und erste kleine Texte zu erstellen. Geben Sie nach und nach immer wieder einen Input zur Formatierung und Gestaltung des Textes und lassen Sie die Teilnehmenden diese neuen Funktionen ausprobieren[5].
Jüngere Teilnehmende können probieren, ihren eigenen Namen zu schreiben, indem sie versuchen, die richtigen Buchstaben zu finden. Als Alternative bietet es sich an, den Kindern die Schrift Wingdings oder Webdings (oder eine Symbolschrift, z. B. mit Tiersymbolen) einzustellen und sie damit experimentieren zu lassen – wobei sie mit einigen Schriften über die Symbole sogar kleine Geschichten darstellen können. Auch hierbei können die Kinder wichtige Grundfunktionen wie Schriftgröße, Schriftfarbe, Fett- oder Kursivdruck, Rahmen oder auch Tabellen in Ruhe ausprobieren.
Zum Drucken
Problematisieren Sie mit den Teilnehmenden, dass ja nun zwar jeder ein Textdokument verfasst hat, es aber nicht für jeden einen Drucker gibt. Vielleicht wissen sie schon, dass es über das Netzwerk trotzdem möglich ist, dass alle auf einem Drucker drucken. Weisen Sie darauf hin, dass sogar alle gleichzeitig auf „Drucken“ klicken können und dann vom Drucker alle Aufträge nacheinander gedruckt werden. Führen Sie in diesem Zusammenhang den Begriff „Drucker-Warteschlange“ ein. Machen Sie die Teilnehmenden außerdem darauf aufmerksam, dass neben der Uhr in der Taskleiste ein kleines Druckersymbol erscheint, wenn auf „Drucken“ geklickt wurde. Gehen Sie diesem Symbol gemeinsam auf den Grund. Die Teilnehmenden werden feststellen, dass dort alle Aufträge, die an den Drucker gesendet wurden, bis zur Fertigstellung zu finden sind. Zeigen Sie ihnen, dass hier auch Druckaufträge gestoppt oder gelöscht werden können. Die Erkenntnis dieser Einheit sollte sein, dass es nicht sinnvoll ist, mehrmals auf „Drucken“ zu klicken, nur weil der Drucker nicht sofort loslegt. Besser ist es, in der Warteschlange nachzusehen, wann der eigene Auftrag dran ist, und geduldig zu sein. Das spart nicht nur Nerven, sondern vor allem auch Papier!
Malen eines Bildes
Lernziele
- Nutzung von Standardwerkzeugen: Farbwähler, Radierer, Spritzpistole, Formen, Pinsel, Füllwerkzeug
- Optional: Speichern und Drucken
Dauer
- ca. 30 bis 40 Minuten
Methoden
- Computerarbeit
Ausstattung
- Beamer oder Smartboard
- Einzel- oder Partner-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Nutzen Sie ein einfaches Malprogramm wie Paint oder TuxPaint, um Ihre Teilnehmenden erste Erfahrungen mit einer Bildsoftware machen zu lassen. Neben dem Ziel, die wichtigsten Grundfunktionen kennen zu lernen, lässt sich hierbei auch noch die Feinmotorik mit der Maus verbessern. Der Kreativität sollte hierbei keine Grenze gesetzt werden. Gegebenenfalls können Sie Ihre Teilnehmenden animieren, Bilder zu erstellen, bei denen möglichst viele Werkzeuge zum Einsatz kommen. Je jünger die Teilnehmenden sind, desto mehr Zeit sollten Sie für diese Übung einplanen, damit alle die Möglichkeit haben, genügend auszuprobieren. Sie können das Malen auch unter ein bestimmtes Motto stellen, wie z. B. Bild vom Lieblingshelden oder Lieblingssport, Postkartenmotive, Geburtstagseinladung o. Ä[6].
Bei dieser Übung bietet es sich an, auch das Speichern und Drucken (erstmalig) zu thematisieren oder erneut zu üben. Lassen Sie die Teilnehmenden einen eigenen Ordner anlegen und einen eindeutigen Dateinamen wählen. Thematisieren Sie, dass aussagekräftige und eindeutige Dateinamen später die Suche nach den richtigen Dateien stark vereinfachen (z. B. besser „Bild vom Haus für Geburtstagskarte“ als nur „Bild“).
Es bietet sich außerdem an, das Drucken von Bildern zu thematisieren. Weisen Sie darauf hin, dass die Seitenansicht vor dem Drucken unbedingt überprüft werden sollte, um Fehldrucke zu vermeiden. Gegebenenfalls sollten vorher über „Seite einrichten“ die entsprechenden Einstellungen vorgenommen werden, damit das Bild z. B. nicht abgeschnitten oder unnötig auf mehrere Seiten verteilt wird. Auch hier lässt sich noch einmal die Druckerwarteschlange (siehe Einheit „Erste Schritte mit der Textverarbeitung“) erläutern[7] [8].
Einführung in das Internet I
Lernziele
- Einführung: Was ist das Internet?
- Begriffsbildung: Modem, Router, Provider, Browser, Link, Hypertext, Download, URL, http, www, Website,…
- Aufbau einer Internetadresse
Dauer
- ca. 45 Minuten
Methoden
- Diskussion, eigene Betrachtungen, Gruppenarbeit, Computerarbeit
Materialien
- Computerprospekte
Ausstattung
- Eventuell Zugang zum Serverraum
- Beamer oder Smartboard
- Einzel- oder Partner-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Beginnen Sie den Einstieg doch mit einer Schätzfrage: „Was glaubt ihr, wie viele Computer auf der gesamten Welt durch das Internet miteinander verbunden sind?“ Je jünger die Kinder sind, desto niedriger werden die Schätzungen ausfallen. Fragen Sie die Teilnehmenden außerdem nach ihrer Vorstellung, was das Internet denn eigentlich ist beziehungsweise wie man es sich vorstellen könnte. Führt dies nicht zu einer befriedigenden Antwort, gehen Sie mit der Gruppe gemeinsam auf die Spur des Netzwerkkabels und versuchen Sie gemeinsam nachzuvollziehen, wohin es eigentlich führt. (Bei einem WLAN-Netz können Sie nach Antenne und Empfänger suchen und hier die Spur weiterverfolgen.)
Bauen Sie nach Möglichkeit auf den Vorstellungen der Teilnehmenden auf. Vorbereitend können Sie außerdem mit dem zuständigen Administrator abklären, ob es möglich ist, einmal den Serverraum anzuschauen. Letztendlich ist die Erkenntnis wichtig, dass irgendwo im Haus ein zentraler Knotenpunkt existiert, bei dem die „Fäden“ quasi zusammenlaufen. Von dort aus kann die Verbindung nach draußen (sei es nun über die Telefonleitung, das Kabelnetz oder eine andere technische Lösung) nachvollzogen werden. Von diesem Punkt an kann wieder spekuliert werden. Wurde jedoch zumindest in der eigenen Einrichtung ein Daten-Knotenpunkt einmal nachvollzogen, lässt sich leichter eine Vorstellung davon entwickeln, dass das Internet letztendlich aus nichts anderem als aus tausenden und abertausenden Knotenpunkten besteht, über die Daten ausgetauscht werden.
Im Anschluss hieran können Sie gemeinsam mit den Teilnehmenden versuchen, im Alltag immer wieder auftauchende Begriffe aus der Internetwelt zu klären. Sammeln Sie als Vorbereitung hierauf einige Werbeprospekte von Internetanbietern und Computerdiscountern. Schnell findet sich hier eine ganze Reihe der oben aufgeführten Begriffe. Welche Begriffe sind den Teilnehmenden bereits bekannt, welche nicht? Wo gibt es noch Unklarheiten? Versuchen Sie, die Fragen in einer gemeinsamen Diskussion zu beantworten. Alles was noch offen bleibt, kann gemeinsam im Internet recherchiert werden. Dies kann auch von vornherein eine gute Variante sein, die Einheit mit dem Themenpunkt „Suchen und Finden im Internet“ zu verknüpfen.
Links
[9]: Film der Sendung mit der Maus zum Thema Internet und Provider gedreht.
[10]: jugendgerechte Lernumgebung zum Thema bei lernscouts.de
[11]: comp@ss-Wiki – Übersicht und dazu passende Erklärungen von Computerbegriffen
Einführung in das Internet II
Lernziele
- Benutzung einer Suchmaschine
- Internetseiten abspeichern
- Inhalt von Internetseiten abspeichern
- Kopieren und Einfügen von Text einer Internetseite in ein Textdokument
Diese Einheit dient dazu, den Teilnehmenden einen möglichst effektiven Umgang mit Suchmaschinen zu vermitteln und sie dazu zu befähigen, Inhalte von Internetseiten vielseitig zu verwenden.
Dauer
- ca. 100 bis 150 Minuten
Methoden
- Gruppenarbeit
- Computerarbeit
- Diskussion
Ausstattung
- Beamer oder Smartboard
- Einzel- oder Partner-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Der Umgang mit einer Suchmaschine lässt sich hervorragend mit einer Internetrallye trainieren. Eine Internetrallye ist eine Art Quiz, in dem Aufgaben und Fragen gestellt werden, die sich durch geschickte Nutzung von Suchmaschinen lösen und beantworten lassen. Natürlich können wir an dieser Stelle keine fertige Rallye präsentieren, dafür verändert sich das Internet zu schnell. Versuchen Sie, für die eigene Konzeption einer Rallye ein Thema zu wählen, dass sich an den Interessen und Vorerfahrungen Ihrer Teilnehmenden orientiert. Ideen und Anregungen erhalten Sie vielfältig im Internet[12].
Wenn Ihre Teilnehmenden bereits über Vorerfahrungen verfügen, können Sie einfach mit der Rallye loslegen. Andernfalls sollten Sie ein bis zwei Beispielsuchen durchführen, anhand derer Sie erläutern, wie Suchmaschinen funktionieren und wie man mehrere Suchbegriffe möglichst sinnvoll miteinander kombinieren kann. Während der Bearbeitung der Rallye durch die Teilnehmenden können Sie Einzelnen ganz individuell helfen und ihnen Tipps zur effektiveren Suche geben.
Sobald die Teilnehmenden die Suche abgeschlossen haben, sollten Sie alle Aufgaben noch einmal
gemeinsam in der Gruppe durchgehen. Lassen Sie die Teilnehmenden berichten, wie sie zu den richtigen Ergebnissen und Lösungen gekommen sind, damit auch hier noch ein zusätzlicher Lerneffekt entstehen kann.
In einem nächsten Schritt können Sie den Teilnehmenden die Aufgabe stellen, selbst eine Rallye zu entwickeln. Hierzu gehört auch die Erstellung eines Lösungsbogens. Dazu müssen die Teilnehmenden Textpassagen, Bilder und Quellenangaben in einen Ordner und später in ein Textdokument kopieren. Entwickeln Sie zunächst gemeinsam mit der Gruppe eine oder mehrere Beispielaufgaben und zeigen sie die notwendigen Funktionen. Sinnvoll ist es sicherlich auch zu zeigen, wie Lesezeichen für Internetseiten abgelegt werden können.
Wenn Sie Ihre Teilnehmenden in zwei Gruppen einteilen, können diese sich später gegenseitig Ihre Rallyes ausprobieren lassen.
Zur Festigung: Stellen Sie den Teilnehmenden zur Festigung oder Wiederholung die Aufgabe, in einem Textdokument Informationen zu Ihrem Lieblingsthema (Band, Sport, Land, Prominenter …) zu sammeln und mit einer Quellenangabe zu versehen. Die Ergebnisse können ausgedruckt und in der Gruppe präsentiert werden. Was sagen die anderen zu der Zusammenstellung? Wurden die wichtigen Informationen gut dargestellt und Quellen genannt?
Links
- Zu empfehlende Suchmaschinen für Kinder sind:
www.milkmoon.de, www.blinde-kuh.de
[13]: Suchfibel – Online-Nachschlagewerk rund um Suchmaschinen
[14]: jugendgerechte Lernumgebung zum Thema bei lernscouts.de
Einrichtung eines E-Mail-Accounts
Lernziele
- Einrichtung eines E-Mail-Accounts
Dauer
- ca. 45 bis 60 Minuten
Methoden
- Computerarbeit
- Gruppenarbeit
Materialien
- Zustimmungserklärung der Eltern zum Einrichten eines E-Mail-Accounts
Ausstattung
- Beamer oder Smartboard
- Einzel- oder Partner-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Grundsätzlich gilt, dass Minderjährige für die Einrichtung eines E-Mail-Accounts die Zustimmung ihrer Eltern benötigen. Dies wirkt vielleicht auf den ersten Blick überzogen, jedoch ermöglichen es E-Mail-Adressen, rechtsverbindliche Geschäfte / Bestellungen zu tätigen oder sich in diversen Portalen zu registrieren. Zudem sind Kinder und Jugendliche mit einer E-Mail-Adresse schnell Spamnachrichten und möglicherweise sogar konkreten Kontaktversuchen dubioser Menschen ausgeliefert. Eltern sollten also unbedingt Bescheid wissen, wenn ihre Kinder über eine E-Mail-Adresse verfügen. Sehen Sie diesen Umstand als gute Möglichkeit, mit den Eltern hierüber in Kontakt zu kommen. Sprechen Sie die Eltern nach Möglichkeit direkt an oder lassen Sie ihnen über ihre Kinder ein Formular zukommen, mit dem sie ihre Erlaubnis erteilen können. In jedem Fall sollten Sie etwas schriftlich in den Händen halten.
Kostenlose E-Mail-Adressen mit gutem Spamfilter gibt es z. B. bei web.de oder gmx.de. Gehen Sie mit Ihren Teilnehmenden gemeinsam die Schritte der Registrierung durch. Thematisieren Sie dabei den Umgang mit persönlichen Daten und die Geheimhaltung von Passwörtern (siehe auch Einheit „Persönlichkeits- und Selbstschutz“). Auf jeden Fall sollten sich die Teilnehmenden ihr Passwort an einem sicheren Ort notieren.
Im Folgenden können die Teilnehmenden üben, sich gegenseitig E-Mails zu schicken. Eine gute Übung ist eine Fortsetzungsgeschichte, bei der Sie einen Satz vorgeben (z. B. „An einem Montagnachmittag geschah etwas völlig Unerwartetes“). Legen Sie eine Reihenfolge fest und schicken Sie den Satz an den ersten Teilnehmenden. Dieser ergänzt einen Satz und schickt die Mail an den nächsten usw. Wahlweise können Sie die Teilnehmenden die Geschichte in die E-Mail selbst schreiben lassen oder in eine an die Mail angehängte Textdatei. Bei letzterer Variante müssen die Teilnehmenden also auch das Anhängehochladen und -speichern üben.
Sprechen Sie mit den Teilnehmenden unbedingt über den verantwortungsvollen Umgang mit Ihrer
E-Mail-Adresse (siehe Modul „Persönlichkeits- und Datenschutz“)! Außerdem sollte – so noch nicht geschehen – an diese Einheit zeitnah auch das Thema Virenschutz / Würmer / Trojaner behandelt werden (siehe Modul „Virenschutz“)!
Links
[15]: jugendgerechte Lernumgebung zum Thema bei lernscouts.de
Download von Dateien
Lernziele
Diese Einheit dient dazu, das nötige Wissen zu erwerben, um Dateien aus dem Internet herunterzuladen und auf der Festplatte zu speichern.
Ablauf
Der rein technische Aspekt dieser Einheit beschränkt sich tatsächlich auf das Abspeichern von Dateien aus dem Netz (zumeist über Linksklick „Grafik / Datei speichern unter“). Lassen Sie die Teilnehmenden als Übung Bilder beziehungsweise Fotos herunterladen und gezielt abspeichern.
Es ist jedoch sehr sinnvoll, die Einheit in andere Einheiten zu integrieren, bei denen das Herunterladen von Dateien eine Rolle spielt. Daher wird an dieser Stelle keine eigene Vorgehensweise vorgeschlagen.
Hinweise
- Sehr eng mit diesem Thema verknüpft werden sollten die Einheiten Recht und Virenschutz.
Virenschutz
Lernziele
- Diese Einheit dient vor allem dazu, die Teilnehmenden auf die möglichen Gefahren von Viren,
Würmern, Trojanern, Dialern und anderen computerschädigenden Programmen hinzuweisen und für diese Thematik zu sensibilisieren. Zudem sollen die Teilnehmenden Schutzmaßnahmen (sowohl technische als auch das eigene Verhalten betreffende) kennen lernen.
Dauer
- ca. 20 bis 40 Minuten
Methoden
- Diskussion
- Gruppenarbeit
- Computerarbeit
Ausstattung
- Beamer oder Smartboard
- Einzel- oder Partner-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Zunächst sollten Sie gemeinsam mit den Teilnehmenden klären, was Viren, Würmer, Trojaner oder Dialer überhaupt sind. Vielleicht hat einer von ihnen ja bereits schlechte Erfahrungen in dieser Hinsicht gesammelt und kann der Gruppe davon berichten? Ansonsten eignet sich für die Suche nach der Lösung natürlich auch eine gemeinsame Internetrecherche. Notfalls halten Sie hierzu einen kurzen Vortrag. Gute Erfahrungen haben wir außerdem mit folgender Aufgabe gemacht: In einem Virenlexikon (ansonsten liefert Google hier auch eine Menge Treffer) sollen die Teilnehmenden den ihrer Meinung nach schlimmsten oder gefährlichsten Virus / Trojaner / Wurm finden und sich gegenseitig vorstellen. Dies entwickelt sich nicht selten zu einem Wettbewerb, wer den „coolsten / krassesten“ Virus findet. In den Lexika ist die Wirkungsweise der einzelnen Schädlinge genau beschrieben[16][17][18].
In einer anschließenden Diskussion können Sie gemeinsam mit den Teilnehmenden überlegen, welche Schutzmaßnahmen man als Anwender treffen kann und sollte. Dazu zählt auch eine Firewall: ist sie bereits im Router eingebaut oder als Programm auf dem Rechner vorhanden? Wie funktioniert sie und wie kann ich sie sinnvoll bedienen? Wie gehe ich mit ihren Meldefenstern um?
Hierbei sollten Sie die Diskussion auch besonders in die Richtung sinnvoller Verhaltensweisen lenken, z. B. keine E-Mail-Anhänge von fremden Absendern öffnen oder Anwendungen aus dem Internet auf den eigenen Rechner nicht zugreifen lassen.
Lässt es die Konfiguration am Schulungsort zu, empfiehlt es sich, gemeinsam ein Antivirenprogramm oder eine Firewall auf dem Computer zu installieren. Ist dies nicht möglich, können Sie sich auch darauf beschränken, den Teilnehmenden Quellen für eine wirkungsvolle Schutz-Software zu nennen. Zeigen Sie ihnen jedoch trotzdem einmal die Bedienung der bereits installierten Software. Eine kostenlose und legale Anti-Viren-Software für Privatpersonen ist z. B. AntiVir oder Avast. Besuchen Sie in jedem Fall gemeinsam mit den Kindern oder Jugendlichen die Seiten und spielen den Download und die Installation so weit es eben geht durch. Ermuntern Sie die Teilnehmenden, unbedingt darauf zu achten, dass sie auch
zu Hause entsprechende Vorkehrungen treffen und die Schutz-Programme stets durch Updates aktuell halten[19][20][21].
Links
- Sicherheitsportal klicksafe.de – Initiative der EU-Kommission über Viren, Filtersysteme, Dialer und Co, Spam, Schuldenfalle Handy, Kaufen im Internet, Werbung etc. – mit Unterrichtsmaterialien, Broschüren etc.
- Linkliste saferinternet der GMK-Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur
[22]: „Was tun bei Dialern, Spam und Viren?“ Broschüre der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), März 2005
Eine Mini-Homepage erstellen
Lernziele
- Eine Mini-Homepage erstellen
Das Erstellen einer Mini-Homepage ist des Öfteren im Plenum kontrovers diskutiert worden. Natürlich ist das Gebiet der Homepageerstellung für sich allein genommen schon ein riesiges Thema. Als Bestandteil des Net-comp@ss geht es hierbei allerdings vielmehr um die Entmystifizierung des ganzen Komplexes. Die Teilnehmenden sollen erfahren, dass es eigentlich nicht schwierig ist, eine eigene kleine Seite zu erstellen. Die Erstellung einer kleinen Internetseite bietet zudem die Möglichkeit, eine Vielzahl der Inhalte des Net-comp@ss noch einmal ganz praktisch in ein Produkt (die Website) „zu verpacken“. Die Beherrschung von Downloads, Urheberrecht, Speichern, Schreiben, Suchen und einiges mehr ist Voraussetzung für diese Einheit.
Dauer
- ca. 60 bis 90 Minuten
Methoden
- Computerarbeit
Ausstattung
- Beamer oder Smartboard
- Einzel- oder Partner-Computerarbeitsplätze für die Teilnehmenden
Ablauf
Für die Erstellung der Seite empfehlen wir einen einfachen „WYSIWYG“-Editor (Akronym für das Prinzip „What You See Is What You Get“ – „Was du siehst, ist [das,] was du bekommst“). In dieser Art von Editoren können Webseiten ähnlich einfach wie in einem Textprogramm erstellt werden. Ein Editor dieser Art kann z. B. unter http://www.nvu-composer.de/ heruntergeladen werden.
Sprechen Sie mit den Teilnehmenden über die wesentlichen Elemente einer Website. Die zu erstellende Seite sollte mindestens aus einer Überschrift, einem kurzen Text und einem Verweis auf eine andere Seite bestehen. Überlassen Sie die Themenfindung nach Möglichkeit Ihren Teilnehmenden. Wenn es sein muss, helfen Sie mit Vorschlägen. Thematisieren Sie in diesem Zusammenhang auch nochmals das Urheberrecht.
Links
Wer mehr wissen will: Jugendgerechte Lernumgebungen rund um das Thema Webseiten bauen gibt es bei lernscouts.de.
[23]: Textkodierung
[24]: Webseiten erste Schritte
[25]:Tabellen und Frames
[26]: Form und Aussehen mit CSS
[27]: Sehen und gesehen werden im Netz
Weitere jugendgerechte Seiten:
[28]: Die goldenen Regeln für schlechtes HTML
[29]: Homepagebaukasten vom Jugendserver Spinnenwerk
Regeln zur Nutzung / zum Verhalten in Einrichtungen
Lernziele
Der Computerführerschein comp@ss hat in etlichen Einrichtungen die Funktion einer Eintrittskarte, ohne den die Computer gar nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden dürfen. Wer ihn vorlegt, von dem wird erwartet, dass er bestimmte Grundkenntnisse und Fähigkeiten mitbringt sowie Regeln kennt, versteht und einhält. Dazu gehört auch, sich in fremden Kinder- und Jugendeinrichtungen zurechtfinden zu können und sich über dort geltende Regeln zu informieren. Hierbei geht es vor allem um die Erlangung einer Regelerschließungskompetenz.
Dauer
- ca. 45 bis 60 Minuten
Methoden
- Diskussion
- Rollenspiel
Ausstattung
- Tafel oder Flipchart
- Eventuell Schreibutensilien für die Teilnehmenden
Ablauf
Was auf den ersten Blick banal klingt, ist in der Praxis ein langwieriger Prozess. Besonders gute Erfahrungen haben wir mit der Durchführung von Rollenspielen gemacht.
In einer gemeinsamen Diskussion – je nach Alter der Kinder weniger oder stärker moderiert – soll es darum gehen, gemeinsam Regeln für die Benutzung und das Verhalten im Computerraum zu vereinbaren. Besonders wichtig ist hierbei, die Kinder oder Jugendlichen ihre eigenen Regeln auch begründen zu lassen. Das Ergebnis kann mit den tatsächlich existierenden Regeln verglichen werden. Sind die Kinder auf mehr oder weniger Regeln gekommen? Was denken die Kinder / Jugendlichen über die existierenden Regeln? (Vorsicht, auch die existierenden Regeln sollten von der Fachkraft gut begründet werden können!)
Anschließend können die Teilnehmenden in einem Rollenspiel die Situation nachspielen, das erste Mal in eine fremde Einrichtung zu kommen und sich dort nach den geltenden Regeln und Verfahrensweisen zu erkundigen. Gibt es z. B. eine Zeitbeschränkung beim Surfen im Internet? Kostet die Nutzung der Computer eine Gebühr? Darf Software von zu Hause mitgebracht werden? Muss für das Ausleihen von Spielen ein Pfand hinterlegt werden? Gibt es eine Nutzerliste oder müssen die persönlichen Daten registriert werden?
Das Setting könnte wie folgt lauten:
Tanja kommt das erste Mal gemeinsam mit ihrem Freund Daniel in den Jugendclub „Altes Haus“. Dort will sie im Computerraum chatten. Am Tresen sitzt ein Betreuer, der gerade mit einem anderen Jugendlichen spricht. Wie verhalten sich Tanja und Daniel? Was machen sie, was sagen sie, was fragen sie?
Die Erfahrung zeigt, dass Kinder und Jugendliche dass Rollenspiel zwar möglicherweise zunächst albern finden, im Verlauf des Spiels aber durchaus ihre Rolle auch ernst spielen und sich gegenseitig wertvolles Feedback geben. Lassen Sie den Teilnehmenden deshalb nach den einzelnen Szenen immer ausreichend Gelegenheit, sich gegenseitig ihre Einschätzungen mitzuteilen und so Feedback zu erfahren.
Fussnoten
- ↑ Diese Altersempfehlung ist durchaus nicht unumstritten. Erfahrungen zeigen, dass der Net-comp@ss mit besonders jungen Kindern (unter 8 Jahren) durchaus zusätzlicher pädagogischer Anstrengungen bedarf. Eine wesentliche Rolle spielen hierbei das Tempo des Vorgehens, die Alterszusammensetzung der Gruppe und Konzepte zum Peer-Learning (Ältere bringen den Jüngeren etwas bei und langweilen sich dadurch nicht).
- ↑ Tipp: Zusätzlich können Sie einzelne Datenträger wie CDs, USB-Sticks oder Disketten bereitstellen. Hieran lässt sich gut die Diskussion anknüpfen, wo eigentlich der Unterschied zwischen Hard- und Software liegt. Diese Frage können Sie auch bei späteren Einheiten immer wieder aufgreifen, wenn es z. B. um das Speichern von Dateien geht.
- ↑ Tipp: Bereiten Sie ein Arbeitsblatt vor, das den Screenshot eines Desktops zeigt (siehe Grafik). So können sich die Teilnehmenden wichtige Begriffe notieren und später leichter wiederfinden. Gehen Sie besonders auf Folgendes ein:
- ↑ Gerade der Doppelklick ist für Computer-„Neulinge“ nicht immer einfach. Doch auch schon das Navigieren mit der Maus an sich kann am Anfang schwierig sein. Wenn Sie merken, dass bei Ihren Teilnehmenden hier Schwierigkeiten auftreten, können Sie zum einen die Doppelklick- und Mausgeschwindigkeit in der Systemsteuerung anpassen und zum anderen kleine Spiele durchführen, bei dem die Mausbewegungen geschult werden. Im Internet gibt es z. B. folgende Mausübung: http://www.cdidee.ch/maus/start.html. Das Stichwort „Mausübung“ bringt bei Google aber noch viele weitere nette Übungen zu Tage.
- ↑ Tipp: Durch das Verstellen der Schrift von z. B. Times New Roman in Wingdings lässt sich auch eine Art Geheimschrift machen. Geben Sie den Teilnehmenden eine so verschlüsselte Nachricht und lassen Sie sie wieder entschlüsseln. Sie können sich so auch untereinander „geheime Botschaften“ zukommen lassen.
- ↑ Tipp: Auch hier empfiehlt es sich, ein Arbeitsblatt vorzubereiten, auf dem die Teilnehmenden die wichtigsten Funktionen und Werkzeuge notieren können oder bereits vorgefertigt sehen (siehe Grafik).
- ↑ Tipp: Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass man mit Paint sehr kunstvoll malen kann, zeigt folgendes Video bei Youtube
- ↑ Shortlink #1006
- ↑ Shortlink #1007
- ↑ Shortlink #1008
- ↑ Shortlink #1009
- ↑ Shortlink #1010: Ein nettes Beispiel für eine Internetrallye.
- ↑ Shortlink #1012
- ↑ Shortlink #1011
- ↑ Shortlink #1013
- ↑ Shortlink #1071
- ↑ Shortlink #1072
- ↑ Virenlexika im Internet
- ↑ 11Shortlink #1073
- ↑ Shortlink #1074
- ↑ Anti-Virensoftware
- ↑ Shortlink #1014
- ↑ Shortlink #1015
- ↑ Shortlink #1016
- ↑ Shortlink #1017
- ↑ Shortlink #1018
- ↑ Shortlink #1019
- ↑ Shortlink #1020
- ↑ Shortlink #1021