Struktur und Aufbau einer Präsentation
comp@ss – Spezial 1. November 2005 Präsentationen mit Power Point
Erläutert wird der Aufbau am Thema „Indien“ Beispieltexte sind an die Erläuterung als Kursivtext angefügt.
1. Einleitung (3 Minuten)
Die Einleitung nennt das Thema und führt an den Inhalt heran, ohne etwas vorweg zu nehmen. Wir eröffnen mit der FOLIE 1.1, dem sogenannten Opener und begrüßen die Anwesenden. Auf FOLIE 1.2 nennen wir in je drei bis vier Sätzen eine Reihe von Randfakten und führen den Leser an das Thema heran, um die eigentliche inhaltliche Darstellung vorzubereiten. Anschließend geben wir eine Übersicht über die Inhaltsstruktur.
Am Thema Indien ist unser Opener eine betende Brahmanin mit einer Darstellung der Landesfahne und dem Namensschriftzug, sowie den Untertiteln Geschichte, Religion, Geographie.
Wir blenden FOLIE 2 ein mit Bildern zu den einzelnen Randfakten. Als Fakten nennen wir typische Exportgüter wie Curry oder Sari-Gewänder, weisen auf die Tradition der Elefantenführer, berühmte Mathematiker oder das Taj Mahal hin.
2. Inhalt (3x5 Minuten)
Die Formel für den Inhalt lautet 3x3, was bedeutet, dass wir drei Themen mit je drei Unterebenen darstellen. Kein Referat kann ein Thema je vollständig in seiner Tiefe ausloten und will das auch gar nicht. Das Ziel ist Interesse zu wecken, die Zuhörer zu unterhalten und eine Menge von Fakten zu präsentieren.
Jeder Themenblock wird dabei in drei unterschiedliche Ausschnitte aufgeteilt, wobei die Reihenfolge der Darstellung sich meist aus den Inhalten des Themenblocks ergibt. Chronologische Darstellung oder der Übergang vom Allgemeinen ins Spezielle ist empfehlenswert. Jede Unterebene wird mit einer weiteren FOLIE veranschaulicht (2.1.1, 2.1.2, 2.1.3; 2.2.1, 2.2.2, 2.2.3; 2.3.1, 2.3.2, 2.3.3)
Die referierten Fakten sollten sich inhaltlich in der Nähe der gezeigten Folien befinden, können aber auch abschweifen. Wie in der Einleitung gilt auch hier: Pro Folie verwenden wir drei bis vier Sätze zur Darstellung der Inhalte.
2.1 Geschichte
In unserem speziellen Beispiel gehen wir auf drei Kulturen ein, die in der Geschichte des Indischen Subkontinents eine Rolle spielten. FOLIE 2.1.1 zeigt eine Münze mit der Abbildung Alexander des Großen und eine Karte seines Weltreiches mit der Ausdehnung bis in das heutige Pakistan. Fakten wie Jahreszahlen und erste schriftliche Erwähnungen folgen. FOLIE 2.1.2 stellt Mahatma Ghandi dar: Dieser Vortrag handelt von der Britischen Kolonialherrschaft, dem friedlichen Widerstand Ghandis sowie von der Spaltung in Pakistan und Indien. FOLIE 2.1.3 enthält ein Bild des aktuellen Parlaments. Wir stellen die gegenwärtige politische Lage und Regierung im Land dar.
2.2 Religion und Kunst
Das Hinduistische Pantheon: Eine ganze Reihe von Göttern und ihre zugehörigen Domänen lassen sich anführen, Interesse könnte zum Beispiel eine detailliertere Präsentation der vielarmigen Kali mit ihrem Todeskult der Sikhs wecken.
Buddhismus: Die Lehren des weisen Buddha, der Güte, Selbstaufgabe und Frieden verbreitete, werden im Internet auf einer Reihe von Seiten dargestellt. Sowohl Inhalte, als auch ein Bild sind leicht zu finden.
Das Kamasutra: Die Kunst der Liebe hat in Indien eine tiefe Tradition, während in Europa Minnesang und Heldenverehrung das frühe Mittelalter prägten, entstand in Indien ein Liebesgedicht, das als Anleitung bis heute verbreitet ist. Ein „nicht jugendfreies“ Thema sollte natürlich mit nötiger Vorsicht und ohne allzu konkrete Bilder gezeigt werden.
2.3 Geographie
Auf der ersten Folie stellen wir eine geografische Übersicht als Reliefkarte dar und sprechen über Bevölkerungszahlen und nennen die wichtigsten Metropolen, im zweiten Teil widmen wir uns dem Norden Indiens und dem Himalaya, im letzten Abschnitt stellen wir die Besonderheiten der inzwischen unabhängigen Republik Sri Lanka (Ceylon) dar.
3. Abschluss (3 Minuten)
Zuletzt runden wir den Vortrag mit Verweisen auf unsere Quellen ab. Die Abschlussfolie enthält die Infos als Text aufbereitet und beantwortet die Fragen: · Woher bezogen wir Information? · Wo kann der Zuhörer weitere Inhalte finden und sich selbst erarbeiten?
Falls Zeit bleibt, geben wir die Gelegenheit Fragen zu stellen und schließen mit dem Satz: „Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“.